Wanderung zu potenziellen Windkraftstandorten


Am Samstag kamen rund 20 Beteiligte der Initiative Rückenwind für Rottenburg zusammen, um sich ein Bild von den möglichen Windkraftstandorten zu machen.

Von Seebronn aus machte sich die Gruppe auf den Weg. Schon vor Erreichen des Waldes kamen lebhafte Gespräche und Diskussionen auf. Joachim Herbst, Gemeinderat in Rottenburg und Ortschaftsrat in Seebronn, konnte vom Stand der Planungen berichten und führte zielstrebig von Standort zu Standort. Die jeweiligen Waldbilder wurden ausführlich analysiert und von Stefan Ruge, Professor an der Hochschule für Forstwirtschaft, kommentiert.

Mit Auswirkungen und Beeinträchtigungen für Tiere, Pflanzen und Ökosystem ist grundsätzlich natürlich zu rechnen. Aber, und das wurde deutlich: Eine Schmerzgrenze wird hier voraussichtlich nicht erreicht. Im Vergleich mit anderen Wäldern, zum Beispiel schon lange naturnah bewirtschaftete Wälder oder Wälder mit wertvollen Lebensraumtypen und Lebenstätten gefährdeter Tierarten, hat der Wald an den besichtigten Standorten eine höchstens durchschnittliche Bedeutung für den Naturschutz. An vielen Stellen wächst die Fichte, die von Trockenheit und Borkenkäferbefall gebeutelt ist und der unter den hiesigen Standortsbedingungen kaum noch Chancen im Klimawandel eingeräumt werden.

Nach der kleinen Wanderung wurde der Austausch in einem Garten fortgeführt und weitere Pläne geschmiedet. Nun schauen wir alle optimistisch auf die Veranstaltung der Stadt Rottenburg am 22.06.22 – wir hoffen, hier viele Menschen mit unseren guten Argumenten überzeugen zu können und den großen Rückenwind für Rottenburg sichtbar zu machen!


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